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5. Grüne

Artenschutz-

konferenz

in Münster 2017

Natur- und Artenschutz

am Scheideweg

Samstag, 25.03.2017,

13:00 – 17:30 Uhr

Tagungsort:

Stadtwerke Münster,
48155 Münster

Hafenplatz 1



 

 

 

 

 

 

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Wissenschaftlich belegt: Berkequelle durch Gülle verunreinigt

„EU Kommission verklagt Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte“ - So lauten heute die Überschriften in den Medien. Spätestens seit 2012 hätten Bund und Länder die Vorschriften zum Schutz der Gewässer vor zu viel Nitrat verschärfen müssen - aber die Wasserqualität hat sich sogar verschlechtert und getan hat sich nichts. Denn die Lobby aus Landwirtschaft und Agrarindustrie verhinderte bislang einschneidende Maßnahmen, z.B. durch eine geeignete Düngemittelverordnung.

Auch in Billerbeck bekommen wir die Folgen der Gülle-Schwemme zu spüren. Aber in der Lokalpresse wird darüber nicht berichtet!

So wurden jüngst im Bezirksausschuss die Ergebnisse des Tracer-Versuchs vorgestellt. Dabei sollte wissenschaftlich untersucht werden, woher die hohen Nitratwerte und die Überdüngung im Berkelteich stammen. Von Seiten der Landwirtschaft hieß es nämlich, dass die Überdüngung gar nicht einwandfrei nachweisbar sei.

Nun also stellte die Leiterin der Untersuchung, Privatdozentin  Dr. Patricia Göbel vom Geologischen Institut der Universität Münster, den Ausschussmitgliedern die Ergebnisse vor.

An unterschiedlichen Stellen waren im Frühjahr 2016 markierte Flüssigkeiten ins Erdreich eingebracht worden um zu ermitteln, aus welchen Gebieten die Berkelquellen gespeist werden. Auch wenn es die Landwirte unter den Mitgliedern des Bezirksausschusses in der anschließenden Befragung partout nicht glauben wollten: Die wissenschaftliche Untersuchung zeigt eindeutig, dass Gülle die Verursacherin der Verunreinigung ist.  So kommt die wissenschafliche Arbeit zu dem Fazit: 

 „Vor dem Hintergrund der starken Nitratbelastung im Quellwasser der Berkelquelle und der regelmäßig auftretenden Algenblüte im Berkel-Quellteich fällt auf, dass etwa 85% der Fläche des unterirdischen Einzugsgebietes der Berkelquelle durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt sind. Untersuchungen der stabilen Isotope von Stickstoff und Schwefel sowie des gelösten anorganischen Kohlenstoffes im Quellwasser der Berkel lassen auf Gülle als Ursache für hohe Nitratwerte schließen [RÖMER, 2014].

Es ist zu empfehlen, den Auftrag von Gülle auf die landwirtschaftlichen Flächen im unterirdischen Einzugsgebiet der Berkelquelle zu reduzieren, um die Nitratbelastung des Berkelquellwassers und damit die Wahrscheinlichkeit der Algenblüte zu senken.“ (https://ratsinfo.billerbeck.de/net/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=1258)

 

Was ist nun zu tun? Die Empfehlung des Berichts ist eindeutig. Kann man den Landwirten „zumuten“, den Gülleaustrag zu reduzieren? Gibt es dafür eine Entschädigung? Gibt es demnach ein Recht auf Überdüngung des Bodens? Fragen, mit denen sich der Ausschuss in den nächsten Wochen befassen muss.