Google

http://bi-billerbeck.de
World Wide Web

Filmpremiere "Fleisch"

Mai 2020. Die Zahl der Coronafälle ist im Kreis Coesfeld sprunghaft angestiegen. Vor allem in den fleischverarbeitenden Betrieben ‚Westfleisch‘ und ‚Tönnies‘ werden innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Coronafälle bekannt. Eine rumänische Werkarbeiterin berichtet über das Geschehen in dieser Zeit und über die erschwerten Arbeitsbedingungen im Fleischbetrieb. Doch alles hängt miteinander zusammen. Anhand eines Experimentes beobachten wir, dass Schweine äußerst empfindsam auf Klänge und liebevolle Zuwendung reagieren. Sie können staunen! Diese Sensibilität und Empfindsamkeit der Tiere stehen den Bedingungen, unter denen sie leben und sterben, gegenüber. Am Ende wird eines klar: Außer denjenigen, die das große Geld machen, geht niemand als Gewinner hervor – kein/e Werkarbeiter*In und kein Schwein. Möge der Zauberspruch von Rosa Idelia helfen, die dringend benötigten Veränderungen herbeizuführen! 

Der dokumentarische Kurzfilm FLEISCH (12 min) wurde im November 2021 fertig gestellt und beinhaltet das Thema Massentierproduktion und moderne Sklaverei in Coronazeiten.

Der Film wurde bei 21 internationalen Festivals angenommen und insgesamt 11 x ausgezeichnet! Weitere Infos auch unter www.susanna-wuestneck.de.

Er wird am 31. August um 19.00 Uhr in der Lawi in Billerbeck gezeigt.

Regie und Produktion: Susanna Wüstneck

Es gibt ein musikalisches Beiprogramm und eine Diskussion zum Film.

mehr...
Sehenswerter Film

Hannes Jaenicke legt in seinem Film die Entwicklung eines erschreckend effizienten Systems offen, das Deutschland zum größten Schweinefleisch-Erzeuger Europas aufsteigen ließ. Ein System, in dem Tiere, Menschen und Umwelt die Leidtragenden sind. Ein System, das an seine Grenzen gestoßen ist. Wie schaffen wir den Ausstieg? Jetzt in der Mediathek des ZDF: https://www.zdf.

Foto: ZDF

mehr...
Stellungnahme der Grünen Billerbeck nach der Erteilung des Einvernehmens durch den Rat
Die Beratung zum gemeindlichen Einvernehmen der Stadt Billerbeck zum Bau eines Hähnchenmaststalls im Rat der Stadt am 2.5.2022 war schon erstaunlich: Nach der Aussage von Marco Lennertz (CDU Fraktionsvorsitzender), „dass es nicht rechtens wäre, das gemeindliche Einvernehmen zu versagen“ und der Richtigstellung von Ralf Flüchter (Ratsmitglied der Grünen Billerbeck), dass der Rat der Stadt Billerbeck nach BauBG §36 mit einer guten Begründung nach BauBG §35 Absatz 3 Sätze 3, 5 und 7 sehr wohl das Recht dazu hat, meinte die Fraktionsführung der CDU empört: „Das haben wir doch nie gesagt, dass es kein Recht dazu gibt“ – spannend, anscheinend ist sich die Fraktionsführung sich nicht bewusst, was sie sagt. Vielleicht hört sie sich selbst aber auch nicht zu …
In späteren Verlauf der Diskussion wurde den Parteien der aktuellen Bundesregierung von der CDU sogar vorgeworfen, dass sie die Gesetzeslage zum Bau neuer landwirtschaftlicher Ställe noch nicht geändert hätten und nun daran Schuld sind, dass der Stall genehmigt werden müsse. Welche Fraktion hat seit 2005 das Bundeslandwirtschaftsministerium besetzt und in dieser Zeit so gut wie keine Hinderungsgründe für den Bau neuer Ställe in Gesetzesform gegossen? Die Hauptverantwortung für neue landwirtschaftliche Ställe in nicht direkter Hofnähe ist (momentan noch) der CDU zuzuschreiben. So schnell können neue Gesetze nicht verabschiedet werden, die die Untätigkeit in den letzten 16 Jahren verändern könnten.
Das nun vom Rat der Stadt Billerbeck (mit den Stimmen der CDU und der Bürgermeisterin) beschlossene gemeindliche Einverständnis für den Bau eines neuen Hähnchenmaststalls in direkter Nähe zu Aulendorf wirkt komplett aus der Zeit gefallen. Zum Erreichen der bundesweiten Klimaziele benötigen wir eine Reduktion beim Fleischkonsum und keine neuen Ställe in der Landschaft. Zum Schutz der Wohnbevölkerung vor schädlichen Bioaerosolen benötigen wir keine neuen Ställe in direkter Ortsnähe. Und zum Schutz der Schlachttiere vor einem unwürdigen und trostlosen Leben hinter Blechwänden brauchen wir keine neuen Ställe für eine Massentierhaltung.
Dies haben die CDU und die Bürgermeisterin noch nicht verstanden und entscheiden sich mit Fraktionsdisziplin und falsch verstandener Solidarität mit den Landwirt:innen für ein halsstarriges Weiter-So. Wir denken, dass diese sture Standhaftigkeit von einem Großteil der Bevölkerung in Billerbeck mittlerweile sehr kritisch gesehen wird. Und wir freuen uns über jede Stimme, die aus diesem Grund bei der nächsten Wahl nicht mehr an die CDU geht.
mehr...
Leserbrief "Nix begriffen"

„Ich will Geld verdienen“ und „Das ist alles legal“ – diese beiden Argumente mögen dem Antragsteller, der jetzt einen neuen Hähnchenmaststall für 29900 Tiere in Aulendorf in der Nähe der Kirche bauen will, durch den Kopf gegangen sein, als er seinen Antrag unterschrieben hat. Dem Rat liegt dieser jetzt vor und er kann das gemeindliche Einvernehmen erteilen oder auch verweigern.

Doch reichen diese beiden – wohl nachvollziehbaren - Begründungen aus, um einen solchen Bau zu rechtfertigen? Sicher nicht! Nicht alles, was legal ist, dient dem Allgemeinwohl!

In der Öffentlichkeit wird seit Jahren über weniger Fleischkonsum, eine artgerechte Tierhaltung, Klimaschutz, Gefahren durch multiresistente Keime, Aufwertung des ländlichen Raumes und nicht zuletzt Klimaschutz diskutiert. All diese Punkte berühren auch den Stallneubau in Billerbeck. Kann man sich da guten Gewissens nur darauf zurückziehen, dass alles „legal“ ist?  

Vor 10 Jahren hatte noch der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen versagt und Stadt und ein Anwohner gegen das Bauvorhaben des ersten Stalls geklagt. Warum stimmen die Ausschussmitglieder der CDU jetzt zu?

mehr...
Trickserei oder Bauernschläue? Wie man mit einem fragwüdigen Antrag einen neuen Stall in Aulendorf genehmigen lassen will


Die Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck ist entsetzt, dass in Aulendorf, unweit der historischen Kapelle und keine 130 m entfernt von einem Wohnhaus ein weiterer Hähnchenstall für knapp 30.000 Tiere im Landschaftsschutzgebiet entstehen soll. Als wenn die Nachbarn mit dem bestehenden Stall durch Lärm, Geruchsbelastung und Keimfreisetzungen nicht schon genug belastet wären. Das scheint dem Bauherrn aber egal zu sein. Im Gegenteil, er nutzt alle legalen Wege, um sinnvollen Auflagen gezielt aus dem
Weg zu gehen.

mehr...