Samstag, 19.05.2012
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Die  BIB 2012

 

 
 

 

 

 

Liebe Mitstreiter und Interessierte,

 

„BUND-Studie bestätigt, dass gefährliche Keime in der Abluft von Hähnchenmastanlagen vorkommen“, „Antibiotikum als Treibstoff der Massentierhaltung eingesetzt“, „MRSA auf dem Vormarsch“

Schlagzeilen wie diese bestätigen uns auch im vierten Jahr unseres Bestehens weiter aktiv gegen die Massentierhaltung, für die Werterhaltung unserer Region und für Bauernhöfe statt Agrarfabriken zu kämpfen!

 

 

Vielen Dank an alle, die uns bislang durch Geld und tatkräftige Mithilfe unterstützt haben!

 

Wir sind froh, dass ein harter Kern von 25 Leuten noch immer aktiv in der BIB mitmacht.

Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht auch über neue Mitglieder freuen! Schreiben Sie uns, wenn Sie uns unterstützen möchten oder zu unseren 14-tägigen Treffen kommen wollen.

Im Sprecherrat hat es eine kleine Veränderung gegeben. Rüdiger Klebeck hat sich aus dem Gremium aus zeitlichen Gründen zurückgezogen. Dietrich Roos ist nun der dritte Sprecher unserer BI.

 

Leider hat sich der Trend zur Massentierhaltung auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Besonders Billerbeck ragt als negatives Beispiel heraus. Seit 2008 hat sich die Zahl der Massentierhaltungsanlagen im Kreis mehr als verdoppelt. Allein in Billerbeck stehen nun 14 solcher Großanlagen plus etliche kleine mit weniger als 30 000 Tieren. Nirgendwo im Kreis arbeiten Landwirte so massiv an der Umgestaltung der Landschaft zu einer Industrie-Landschaft wie hier!

Selbst seriöse Quellen gestehen ein, dass man bei einer solchen Tierdichte  gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Gewässerverschmutzung, Luftverunreinigung usw. zu befürchten hat.

 

Auch deshalb wollen wir unsere Aktivitäten wieder verstärkt auf Billerbeck ausrichten.

 

  • Bei einem Runden Tisch, der von der Stadt Billerbeck eingerichtet wurde, haben wir versucht unsere Vorstellungen durchzusetzen.

 

  • In einem offenen Brief an den Landrat missbilligen wir die Vereinbarung mit der Landwirtschaft, der er ohne unsere Meinung eingeholt zu haben, zugestimmt hat.

 

  • Mit Vorträgen und einem Infostand wollen wir auch im neuen Jahr auf die Problematik der tierquälerischen Massentierhaltung aufmerksam machen, denn der Bauboom soll auch in Billerbeck weitergehen.

 

  • Zu einem informativen Vortrag laden wir die bekannte Fernsehjournalistin und Buchautorin Tanja Busse ein. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

 

  • Die Großdemonstration am 21. Januar in Berlin anlässlich der Grünen Woche, die unter dem Motto stand „Wir haben es satt“ haben auch wir unterstützt. Unter anderem hat Dr. Hanspeter Ammann dort zu den 23 000 Demonstranten gesprochen. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr die personelle Unterstützung aus Billerbeck wieder stärker sein wird, wenn ein Bus nach Berlin fährt!!!

 

Wir freuen uns, dass es uns dank guter Pressearbeit und vieler Kontakte nach Berlin und Düsseldorf gelungen ist, das Thema Massentierhaltung mit all seinen negativen Folgen für Menschen, Umwelt und Tiere in die „große“ Politik zu tragen.

 

Landesumweltminister Remmel nimmt sich des Themas an und hat bereits mit seinem Vorstoß für ein neues Jagdgesetz und eine Studie zum Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung deutlich   gemacht, dass für ihn Natur-, Tier- und Umweltschutz Priorität genießen und die Interessen weniger dahinter zurück stehen müssen. Wir denken: Weiter so! Taten statt Worte!

 

Doch jeder entscheidet mit: Unter der Überschrift „Kein Ei mit der Drei“

haben die Grünen im Bundestag eine Initiative gestartet um darauf aufmerksam zu machen, dass in der Industrie noch immer Eier aus Käfighaltung verwendet werden, wovon der Verbraucher aber nichts merkt. Schauen Sie sich genau an, wie Ihre (im Supermarkt gekauften) Plätzchen gemacht werden! Wir denken: Käfighaltung gehört verboten!

 

Und:

Hände weg vom Billigfleisch! Hinter jedem Chicken Mc Nugget steht eine traurige Hühner-Geschichte!


Ihre BIB

 

Carsten Nieberg, Petra Nachbar, Dietrich Roos

Sprecherrat der BIB

 

 

 

 
 

 

 





 


Was passiert weiterhin - Unsere Ideen für das neue Jahr

 

Billerbeck wird zur Industrielandschaft

 
Mit Sorge sehen wir dabei die Entwicklung in Billerbeck. Scheinbar unbeeindruckt von der öffentlichen Meinung, rüsten einige Landwirte auf und bauen Großställe wohin man schaut. Der Wandel unserer schönen Kulturlandschaft in eine Industrielandschaft ist in vollem Gange. Großkonzerne im Hintergrund steuern diese auf Export ausgerichtete Produktion von Billigfleisch. Kann man das wirklich allen Ernstes als „Veredelung“ bezeichnen?
Ist es nicht gerade dieser Trend zur Massentierhaltung, der viele Kleinbetriebe zur Aufgabe zwingt? Industrialisierung statt bäuerlicher Landwirtschaft? Wir sagen „nein“!
Die Bürgerinitiative für die Werterhaltung der Region Billerbeck sieht ihre Aufgabe darin, hier weiter die Öffentlichkeit zu informieren und gegen diese Politik anzugehen.
Schließlich wundern sich viele, warum es schon wieder mal stinkt in unserem Städtchen. Der Geruch ist dabei nur das geringste Übel. Gefährliche Keime im Feinstaub sind eine zunehmende Gefahr für den Erholungsort Billerbeck. Die jüngst gemeldete Verseuchung der Berkelquelle mit Nitrat ist dabei ein erstes Anzeichen.
Leider setzt die frühere Mehrheitspartei CDU ihre Politik der bedingungslosen Förderung dieser Bautätigkeit scheinbar auch nach der Kommunalwahl fort. Kein Wunder, sitzen doch auch einige Bauherren wieder im Rat!



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