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5. Grüne

Artenschutz-

konferenz

in Münster 2017

Natur- und Artenschutz

am Scheideweg

Samstag, 25.03.2017,

13:00 – 17:30 Uhr

Tagungsort:

Stadtwerke Münster,
48155 Münster

Hafenplatz 1



 

 

 

 

 

 

Das ist deutsche Massentierhaltung in Echtzeit. Die Fakten: Soviel Fleisch wird pro Sekunde produziert, so viele Tiere werden getötet: https://www.calobro.de/massentierhaltung

Neues von der industriellen Schweineproduktion

Philipp Schulze Esking auf der DLG-Wintertagung in München:

"In Deutschland, aber auch in den Niederlanden und in Dänemark, habe sich in den letzten Jahrzehnten eine wettbewerbsfähige, weil hocheffiziente und arbeitsteilige Produktion auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette Schwein herausgebildet, so Philipp Schulze-Esking. Wie der Schweinehalter aus Billerbeck (Nordrhein-Westfalen) erklärte, schlagen sich die Effizienz und die Intensität der Produktion vornehmlich in niedrigen variablen Kosten nieder. „So können Nachteile der höheren Futterbeschaffungskosten, insbesondere im Eiweißbereich, gegenüber den Nord- und Südamerikanischen Staaten, teilweise kompensiert werden.“ An die politischen Entscheidungsträger appellierte er: „Wer seine inländischen Produzenten auf der einen Seite dem rauen Wind des offenen, globalen Marktes aussetzt, muss auf der anderen Seite auch aufpassen, dass er die Messlatte der heimischen Produktionsstandards nicht zu hoch hängt und die eigene Produktion erstickt.“ Wenn den Produktionsspezialisten in Nordwesteuropa die Möglichkeit gegeben werde, ihr Wissen und ihre Innovationskraft in den Bereichen Zucht, Fütterung und Tierhaltung im Sinne einer arbeitsteiligen, effizienten und umweltschonenden Produktionskette Schwein einzusetzen, bieten offene, internationale Märkte auch in Zukunft große Chancen, die Wertschöpfung hierzulande zu erhöhen." Quelle:  http://www.dlg.org/weltagrarhandel.html

Wir übersetzen dies Technokraten-Deutsch mal für unsere Leser: Wir möchten gerne noch mehr Geld verdienen (das ist ja nichts Schlimmes), aber wie es den Schweinen dabei geht, ist erst mal zweitrangig. Der Staat muss sich ja nicht um alles kümmern. Dafür soll er aber das von uns selbst gewählte Risiko tragen, wenn es schief geht! Merke: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.

Ein anderer Vortrag auf der DLG-Tagung von Dr. Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe, beleuchtete, welch fatale Folgen diese Expansion der europäischen Agrarindustrie für die Entwicklungsländer hat. Guter Beitrag, ebenfalls auf der Seite nachzulesen.

Foto: Heinrich Böll Stiftung. Titelbild des "Fleischatlas 2014"